Junge Menschen, die den harten Weg des Widerstandes gehen und sich mit ihren Bedürfnissen so lange und so stark querlegen oder sich verweigern, gar in sich versinken, dass sie für die Schule nicht mehr tragbar sind, brauchen neue Wege, Zeit und Mut.

Hinter jedem Nein steht ein lautes Ja. Aber wofür? Für welchen Freiraum wird da gekämpft bis zum bitteren Ausschluss?

Wir versuchen diesen neuen Weg zu finden, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen - mit viel Zeit und Mut. Aufgebracht von allen; den Kindern und Jugendlichen, den Eltern, den Schulen und von uns.





Keine Einzelschicksale

Nach einer Studie der SMASH und HBSC  verschlechtert sich die physische Gesundheit der Schulkinder schleichend.

Nach der Aussage von Prof. Dr. P.A. Michaud am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, die steigende Tendenz beim Konsum von psychoaktiven Substanzen und bei Essstörungen umzukehren, und bestimmte risikoreiche Verhalten nehmen zu.

Zunehmend geraten Schulen und Eltern unter Druck und der Gesetzgeber reagiert hart. Im Kanton Bern wurde die Möglichkeit der Schulverweisung bis 12 Wochen geschaffen.

Ein vorgesehenes Lernziel in den Schulen ist die Förderung der Individualität, doch der straffe, von Erwachsenen vorgegebene Lehrplan hindert die Kinder und Jugendlichen, ihre Eigenheit zu leben. Überforderung, Lernschwächen und Lernverweigerung sind die Folgen. Aggressions- und Gewaltattacken und Konsum von Drogen sind für die Kinder und Jugendlichen Versuche, dem allem zu entrinnen.